Das Prinzip Hoffnung

Ich weiß nicht, ob es das Prinzip Hoffnung irgendwo schon definiert gibt, also außer in dem Herbert Grönemeyer Song… Für mich passt der Begriff einfach und daher verwende ich ihn.

Ich habe seit einiger Zeit eine Ahnung, warum man es Trauerarbeit nennt. Denn genau das mache ich. Ich versuche die Dinge anzugehen, die es für mich auf Dauer besser machen, auch wenn es aktuell sehr schmerzhaft ist. Das sind zum Beispiel Gespräche über meinen Sohn, oder das erste mal wieder zum Geburtshaus zu gehen, und mit meiner dortigen Hebamme zu reden. Aber auch endlich ein paar der Fotos drucken und rahmen um sie dann demnächst in den Flur zu den anderen Familienfotos zu hängen.

Weil mir das wichtig ist. Natürlich sind diese Fotos im gegensatz zu den Hochzeitsfotos nicht nur mit Glücksgefühlen verbunden, sondern auch mit Schmerz und Verlust. Aber Linus gehört zur Familie. Er wird nie den Platz in unserer Familie einnehmen können, den wir ihm zugedacht hatten, aber er ist da. Und das soll jede*r sehen können.

Aber all diese Schritte sind verdammt schwer. Es ist nicht mehr immer mit einem Tränenstrom verbunden, aber ich merke es. Nicht nur die Trauer in den Situationen. Ich merke jeden Abend, wie erschöpft ich bin. Wie viel meine Seele über den Tag geleistet hat, wenn ich wieder einen kleinen Schritt weiter gegangen bin in der Verarbeitung. Ich könnte jeden Tag um 19 Uhr einschlafen und müsste trotzdem für den nächsten Morgen einen Wecker stellen, einfach weil ich kaputt bin. Kaputt von dem, was ich leiste, um langsam und irgendwann wieder heil zu sein.

Dabei hilft mir das Prinzip Hoffnung, wie ich es einfach mal genannt habe. Ich weiß, dass Viele anders mit dem Verlust eines Babys umgehen, als ich es tue. Zumindest habe ich bisher nur anders lautende Berichte gehört. Aber mir hilft es Babys zu sehen.

Natürlich macht es mich traurig, wenn ich an meinen Sohn denke, aber es gibt mir Kraft und Hoffnung gesunde Babys zu sehen. Denn das bedeutet, dass es wirklich nur ein kleiner Teil ist, dem das passiert, was uns passiert ist. Dass die Statistik, die sagt, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 0,24% nicht falsch ist. Ja wir hatten verdammtes Pech, dass ausgerechnet wir das erleben mussten. Aber es gibt gesunde Babys. Und auch bei einer nächsten Schwangerschaft wäre die Wahrscheinlichkeit bei über 99% dass uns das nicht noch mal so passiert.

Aus dem Grund habe ich mich auch für einen normalen Rückbildungskurs entschieden. Es hat mir Jede*r davon abgeraten. Aber ich habe das Gefühl, dass es mir hilft. Es gibt mir Hoffnung. Jeden Tag wieder. Auch wenn dadurch natürlich die Traurigkeit nicht verschwindet! Aber es macht sie erträglich. Ich würde niemandem in meiner Situation zu etwas raten. Für mich fühlt sich meine Herangehensweise grade sehr richtig an. Ich weiß aber auch, dass es für Jede*n außer mir definitiv das falsche ist, einfach, weil Jede*r anders Trauert und verarbeitet.

Geburtsbericht meines Engels

Triggerwarnung: Geburt eines Sternenkindes

Diese Schilderung ist sehr persönlich und jeder der nicht wissen möchte, wie eine Geburt abläuft sollte es nicht lesen. Ich finde allerdings, dass mehr Menschen soetwas lesen sollten. Nicht die Geburtsberichte von Sternenkindern, aber positive Geburtserlebnisse, die zeigen, dass Geburten nicht dieses laute, schreckliche, schmerzhafte Ereignis sind, dass wir aus dem Fernsehen kennen.

Ich möchte von einer ganz wundervollen Geburt berichten, auch wenn ich das Krankenhaus ohne meinen Sohn verlassen musste. Aber da diese Geburt mir gezeigt hat, dass es auch anders geht als bei meiner Tochter, und diesmal natürlich niemand fragt, wie die Geburt war möchte ich gerne davon erzählen.

Es fing damit an, dass ich am Dienstag 14.5. im Geburtshaus zur Vorsorge war. Ich war leicht beunruhigt weil ich seit Samstag Abend keine Bewegungen mehr wirklich gespürt hatte. Aber da die Schwangerschaft problemlos verlief und ich viel gemacht und sonst geschlafen habe, habe ich gedacht ich hätte es nur einfach verpasst.

Meine Hebamme im Geburtshaus versuchte dann mit dem Doppler Herztöne zu hören und fand keine. Also fragte sie, ob sie es mit dem ctg probieren könnte. Klar. Hat sie aber auch nicht gefunden. Sie hat dann eine Kollegin geholt und die hat auch gesucht. Wir wussten allerdings auch alle nicht wie er lag. Anders als sonst auf jeden Fall. Die beiden sind so ruhig geblieben und haben gesagt „Wir fahren zur Kontrolle ins Krankenhaus“. Selbst da habe ich mir noch keine großen Sorgen gemacht.
Meine Hebamme hat mich begleitet und bleib die ganze Untersuchung bei mir und hat mich im Arm gehalten als ich geweint habe.
Sie hat mit mir auf meinen Mann gewartet, den ich angerufen habe und ist erst gegangen als er nach Ewigkeiten im Stau endlich da war.
Von ihr kam auch der Tipp noch mal eine Nacht zu Hause zu bleiben.

Am nächsten Morgen waren wir dann um kurz vor 8 zur Einleitung wieder in der Klinik. Ich hatte eine Hebamme die meinte sie wäre bis spät abends da und ich kann alles haben was ich möchte, ich solle nur Bescheid sagen. Die meiste Zeit haben wir in unserem Zimmer in der Nähe der Wochenstation verbracht, wo wir zwei Betten aneinander geschoben bekamen.
Ich konnte Nachmittags auf bitten in einem sehr schönen Zimmer in die Wanne wo wir uns auf die Namen einigten, da wir immer noch nicht wussten welches Geschlecht das Kind hatte. Ich habe den ganzen Tag leichte Wehen gespürt. Die aber nur seicht waren wie Übungswehen.

Also sind wir abends eingeschlafen und ich hatte Angst, dass es sich noch Tage hinziehen könnte. Um 3 Uhr nachts bin ich dann von der ersten starken Wehe aufgewacht. Meinen Mann habe ich eine halbe Stunde später geweckt und sehr kurz danach standen wir schon oben vorm Kreißsaal. Ich musste die Wehen dort schon leicht veratmen. Eine neue Hebamme hat sich vorgestellt und ist mit uns in ein Zimmer gegangen. Nachdem sie sie sich um uns gekümmert hat mit Getränken und lieber Fürsorge hat sie mich gefragt ob sie fühlen darf wie weit ich bin. Das wollte ich unbedingt, weil ich wissen wollte ob ich Schmerzmittel brauche. Ich wollte für diese Geburt nicht stark sein. Ich hatte eine panische Angst dass es zusätzlich zu den seelischen Schmerzen auch körperlich noch richtig übel wird. Sie konnte leider nicht tasten, wie weit der Muttermund schon war und ich habe um etwas Schmerzlinderung gebeten. Also bekam ich einen Zugang und einen Tropf. Den hatten sie vorher extra nicht gelegt um mich in Ruhe zu lassen. Die Wehen wurden trotzdem doller und ich habe angefangen zu fluchen laut meinem Mann. Der stand die ganze Zeit neben mir. Ich habe neben dem Bett gestanden zum veratmen und in den Pausen mich hingesetzt weil es schon ordentlich Energie gekostet hat. Dann platzte die Fruchtblase was ich erst nicht zuordnen konnte, da sie bei der ersten Geburt später angestochen wurde. Dann kamen noch ein paar schmerzhafte Wehen, bevor mit zwei Presswehen erst der Körper geboren wurde. Dann kam eine Pause und ich hatte Angst mein Körper hätte einfach beschlossen nicht weiter zu machen, weil ich mir sowas zwischendurch wohl gewünscht habe. Einfach lassen und nach Hause gehen. Aber mit einer dritten Presswehe kam dann auch der Kopf.

Um 5:18 ist mein wunderschöner Sohn Linus Cassian mit 46cm, 2360gr und Sehr vielen dunkeln Haaren geboren.

Die Hebamme hat ihn saubergemacht angezogen und uns in einem Tuch gegeben. Dann haben sie und eine zweite Hebamme, die zur Geburt dazu kam sich aber im Hintergrund hielt, uns zum Begrüßen und Verabschieden allein gelassen. Vorher kam noch die Plazenta und ich wurde untersucht, war aber bis auf einen mini Riss und mini Abschürfung komplett heil.

Ich bin allen dort so dankbar dafür, wie sie mit mir und uns umgegangen sind. Wie sie uns begleitet und unterstützt haben. Auch wenn es das schlimmste war was ich je erlebt habe und es hoffentlich auch bleiben wird, haben alle dafür gesorgt, es etwas besser zu machen. Ich habe nicht damit gerechnet so viel Unterstützung, Mitgefühl und Freundlichkeit zu erleben.

Ein Engel

Wie man einen Engel trifft und wieder gehen lässt

Triggerwarnung – Sternenkind

Ich habe seit einiger Zeit nicht mehr geblogt. Es fing damit an, dass ich zu beschäftigt war mit meiner Schwangerschaft, als dass ich noch viel Zeit für anderes gehabt hätte. Außerdem stand die Europa- und Bezirkswahl kurz bevor und so nahm das alle weiteren Kapaziäten in beschlag die ich noch hatte. Dabei habe ich mich aus dem großen Wahlkampf zum Schluss rausgehalten. Im neunten Monat war ich einfach nicht mehr so fit und motiviert.

Meine Schwangerschaft war nicht problemfrei. Auf keinen Fall, aber grade zum Schluss hin wurde sie immer entspannter. Ich konnte im Garten die Sonne genießen und habe regelmäßig Schwangerschafts-Yoga gemacht. Alles in allem habe ich grade die späteren Monate trotz schwerem Bauch und Symphysenschmerzen sehr genossen. Und ich bin sehr froh, dass es so war. Dass ich (fast) jede Minute genossen habe, auch wenn ich über Schmerzen gejammert habe oder gehofft habe, dass es dieses mal eher vor, als nach Termin, losgehen würde.

Ich habe mich, nach dem die erste Geburt 2016 im Krankenhaus nicht grade ein schönes Erlebnis war, dieses mal für eine Geburtshausgeburt entschieden. Ich hatte Glück und habe im einzigen Geburtshaus in der Nähe einen der wenigen Plätze bekommen, die es für Hamburg gibt. In der Schwangerschaft habe ich, vor allem zum Ende hin, die Vorsorge hauptsächlichen von den Hebammen dort vornehmen lassen, um sie kenenzulernen. Die drei großen Ultraschalluntersuchungen hatte ich bei meinem Frauenarzt gemacht.

Und für mich war all das ein Glück, weil mir so eine Hebamme, die ich schon kannte ganz ruhig sagen konnte, dass sie keine Herztöne findet und wir zur Kontrolle ins Krankenhaus fahren. Dort kam dann die Bestätigung. Unser Kind war in der 35./36. Woche verstorben. Was für mich nicht nur eine Geburt bedeutete sondern noch so viel mehr, was danach kam.

Mit so vielem hat man nichts zu tun, bis man selbst betroffen ist. Und zum Glück gibt es Menschen, die das Wissen und nach eigener Erfahrung verschiedenste Hilfsangebote geschaffen haben.

Was alles auf uns zu kam:

  • eine Beerdigung
  • Abschiednehmen nach der Geburt
  • Fotos machen
  • Familie und Freunde informieren
  • Mutterschutzzeit mitteilen und Wiedereinstieg bei der Arbeit planen
  • es unserer Tochter erklären
  • wahrscheinlich noch mehr, was ich grade nicht benennen kann

Und wir hatten so viel Hilfe. Wir hatten Hilfe von den unglaublichsten Hebammen. Im Geburtshaus, ebenso wie im AK Altona, in dem ich dann entbunden habe. Von unbekannten, die Hilfe und Infos im Internet bereitstellen. Von unserer Familie, unseren Freunden und von Bekannten, bei denen ich es nie erwartet hätte. Von unserer Tochter. Uns haben so viele Menschen geholfen und uns aufgefangen. Und ich bin für jede*n so unendlich dankbar!

Dank dieser Hilfe habe ich es bisher geschafft nicht zu verzweifeln. Es ist uns so viel Gutes passiert in diesen schrecklichen Tagen und auch jetzt noch. Und ich bin sehr froh, dass ich dieses Gute sehen und wahrnehmen kann. Ich habe es geschafft das Leben weiterhin zu lieben und dankbar zu sein für alles, was ich schon habe. Denn eines ist mir klar geworden.

Ich habe einen Engel getroffen. Er hat in mir gelebt und mit mir kommuniziert. Er hat reagiert wenn sein Papa und seine Schwester mit ihm geredet haben, oder die Hand auf meinen Bauch gelegt haben. Er hat mich so lange begleitet und mich so glücklich gemacht. Ich liebe ihn. Ich habe ihn von Anfang an geliebt und etwas so banales wie der Tod kann an dieser Liebe nichts ändern. Ich kann mich an so viel schöne Zeit mit ihm erinnern, und das, obwohl ich nicht einen Atemzug, ein Lächeln oder ein Wort von ihm erleben durfte. Liebe ist grenzenlos. Und deshalb weiß ich, dass mein Sohn diese Liebe die ganze Zeit gespürt hat. Er war geborgen und geliebt jede Sekunde seines Lebens.

Und ich bin traurig. So sehr. Ich vermisse ihn, und das obwohl ich ihn nur in meinem Bauch kannte vor seinem Tod. Ich habe die ersten Wochen gefühlt durchgehend geweint. Aber ich habe auch Abschied genommen. Wir haben eine kleine schöne Beerdigung geplant und nun ein kleines Grab, an dem wir ihn immer Besuchen können. Auch wenn ich es bisher nur einmal geschafft habe hinzugehen. Auch das bepflanzen fehlt noch. Aber das macht nichts. Denn alles kommt zu seiner Zeit. Ich muss es noch nicht jetzt schaffen. Genau so wie ich noch nicht jetzt darüber hinweg sein muss. Ich muss nur wissen, dass ich ihn liebe und eine Familie habe die für mich da ist, wann immer ich sie brauche.

Um noch einmal hier den Text abzuschließen. Ich habe das Glück, dass ich Zeit mit einem Engel verbringen durfte und ihn lieben kann. Wer kann von sich schon behaupten einen Engel gekannt zu haben? Ich weiß, dass es ihm gut geht, wo immer er jetzt ist. Dass er dort ebenso geborgen und von Liebe umgeben ist, wie hier bei uns.

Und ein Zitat, was in diesem Fall oft verwendet wird, und mir in den letzten Wochen geholfen hat, ist von A. St. Exupéry aus Der kleine Prinz:

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,

wird es dir sein, als lachten alle Sterne,

weil ich auf einem von ihnen wohne,

weil ich auf einem von ihnen lache.

Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.

Und allen, die in dieser Situation sind, und Hilfe brauchen kann ich ein paar Seiten und Vereine empfehlen, die mir bei der Orientierung geholfen haben:

Fotografen für Sternenkinder

http://initiative-regenbogen.de/

http://abschied-kleiner-seelen.de/

https://www.hopesangel.com/

https://www.sternenkinder-hamburg.de/

Fortschritt im Garten und auf dem Fensterbrett

Inzwischen ist einige Zeit seit meiner Planung vergangen und ich wollte mal erzählen, wie weit ich in der Umsetzung bin. Auch, um mich selbst etwas in den Hintern zu treten, den Rest dann auch noch zu schaffen.

Das Beet 1 ist inzwischen voll bepflanzt, sogar fast perfekt nach Plan. Mit kleinen ausnahmen, da die Buschbohnen durch eine weitere Reihe Purple Teepee (auch Buschbohnen, aber wie der Rest Bio und Samenfest) ersetzt wurde, und ich die Karottenreihen nur zu ca. einem Drittel bepflanzen konnte, weil dort schon Topinambur wächst. Mal sehen, wie das ins Beet passt, und ob es da noch Probleme mit gibt.

Das zweite Beet (was Beet 3 der Planung werden soll) ist inzwischen angelegt und mit alten Holzbalken umrandet, was sehr schön aussieht. Ich werde im nächsten Garteneintrag auch noch mal ein Foto davon veröffentlichen. Und die Tomaten und Paprika die dort rein sollen bewuchern bei uns schon die Fensterbank.

Chili und Paprika
Tomatensetzlinge auf der Fensterbank

Dadurch, dass der Platz auf den fensterbänken nicht reicht, mussten wir etwas anbauen, was zum Glück sehr leicht und schnell ging. Wir haben jetzt auf halber Höhe im fenster hängend eine zweite Fensterbank um die weiteren Tomatensetzlinge auch noch unterbringen zu können.

Tomaten auf Hängebrett

Wie man sieht ist es ein einfaches Regalbrett, was wir für verschiedene Projekte immer vorrätig haben, das mit vier Schnüren und vier Haken einfach in der Decke befestigt ist. Und die Tomaten freuen sich über viel Licht und viel Sonne 🙂

Weitere Planung für die Zukunft

Die Tomaten sollen spätestens am Wochenende unter einer Frühbeetabdeckung ins besagte Beet und dann werden die weiteren Projekte und Planungen umgesetzt.

Dieses Wochenende soll auch unser selbstgebautes Gartenhaus endlich bezugsfertig werden. Eine genau beschreibung und Fotos werde ich also in den nächsten Wochen auch mal liefern, für alle, die schon immer mal selbst ein Haus bauen wollten.

Frauen*kampftag

Heute ist der 8. März und damit der internationale Frauentag. Ein Tag, der für den Kampf um Geschlechtergerechtigkeit und gleiche Chancen steht.

Es gibt so viel, das wir in Deutschland noch nicht erreicht haben. Keine gleichen Rechte, keine gleichen Möglichkeiten und nicht die selbe Sicherheit für alle. Also eine fast unenedliche Menge an Gründen, um heute zum #Frauenstreik zu gehen oder sich irgendwie daran zu beteiligen. Über den privaten Streik zu Hause, auf eine ungleiche Verteilung der Carearbeit aufmerksam zu machen ist genauso wichtig, wie als Arbeitnehmer*in darauf aufemerksam zu machen, dass man natürlich das selbe verdienen sollte, wie der männliche Kollege.

Frauen*streik am 8. März

Und hier noch ein paar Gründe für alle, die noch zögern, oder die Sagen: „Wozu braucht ihr denn heute noch Feminismus?“:

Kurze Liste mit Gründen zum Kämpfen

1.Körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung soll endlich möglich sein

  • dazu gehört, dass jede*r Zugang zu Informationen hat, die ihn/sie betreffen. Also §§ 218 und 219a abschaffen.
  • dass es keine Verpflichtung mehr gibt, ein ärztliches Gutachten erstellen zu lassen, um als Trans* – oder Intergeschlechtlich zu gelten.
  • Kindern, die intergeschlechtlich auf die Welt kommen, darf keine Gewalt im Sinne einer Geschlechtsveränderung angetan werden.
  • schon im Kindergarten sollte Pädagogik nicht geschlechtsspezifisch, sondern nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes erfolgen. Wer dazu mehr lesen will, sollte mal bei „Die Rosa-Hellblau-Falle“ reinschauen.
  • Luxussteuer auf Hygieneartikel muss abgeschafft werden. Die Periode ist definitiv kein Luxus und so sollten auch nicht die Hygieneprodukte dafür besteuert werden.
  • Gewalt in der Geburtshilfe muss gestoppt werden. Dazu gehört, dass es mehr Hebammen gibt, um eine gute und sicher Versorgung zu gewährleisten, aber auch, dass eine normale Geburt sich für ein Krankenhaus lohnt, und es nicht um Profit zu machen Eingriffe forciert.

2. Sexualisierte Gewalt muss beendet werden

  • Femizid, das ist der Mord an Frauen* wegen ihres Geschlechts, muss endlich als existent und strukturell anerkannt und bekämpft werden.
  • Es müssen genug Plätze in Frauenhäusern in jeder Region vorhanden sein. Betroffene brauchen jeder Zeit die Möglichkeit Schutz zu finden.
  • Die weiteren Forderungen zum Schutz von Gewalt an Frauen, die in der Istanbulkonvention genannt werden müssen endlich umgesetzt werden! Sollten dann aber auch für alle anderen Betroffenen gelten und nicht exklusiv für Frauen sein.
  • Es braucht eine weitere Reform des Sexualstrafrechts der djb hat dazu eine sehr klare Stellungnahme verfasst.

3. Gesellschaftliche Benachteiligung soll gebrochen werden

  • unbezahlte Arbeit ist auch Arbeit
  • gleiche Bezahlung für gleiche/ gleichwertige Arbeit
  • Kinderbetreuung muss gefördert werden
  • Hausarbeit, und Carearbeit gehören gerecht aufegteilt
  • Frauen in die Vorstände
  • Parität in den Parlamenten

Diese Aufzählung an Forderungen ist nicht ansatzweise abschließend, aber es sind definitiv genug Gründe, um heute und jeden weiteren Tag im Jahr für mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu kämpfen. Also raus auf die Straße, oder zu Social Media, lasst das Kochen, Putzen und sonstige Arbeit sein und kämpft für eure und unsere Rechte und das nicht nur heute sondern immer.

Wir brauchen Feminismus. Wir brauchen einen Feminismus für alle. Der Frauen und Trans*- und Interpersonen, so wie non-binäre und queers mit einschließt. Wir alle brauchen die Geschlechtergerechtigkeit, die Sicherheit und die Freiheit, für die heute so viel kämpfen.

Ich kämpfe mit. Ich streike, weil gleiche Rechte nur ein erster Schritt sein können, und wir diesen immer noch nicht gemacht haben!

Für weitere Ausführungen schaut auf Twitter unter #8M2019 #Frauentag #IWD2019 #ichstreike und weiteren, so wie auf https://frauenstreik.org/ und folgt Menschen, die für dieses Ziel kämpfen.

Krokodil T-Shirts

Inzwischen habe ich auch die Krokodil T-Shirts fertig, auch wenn es diesmal nicht so gut geklappt hat, wie ich vorher dachte. Das Ergebnis sieht zwar ziemlich gut aus, aber die Arbeit die drin steckt ist sehr viel größer, als sie hätte sein müssen.

Deshalb hier die Fehler, die ich gemacht habe und aus denen ich hoffentlich für die Zukunft lernen kann. Und wer grade anfängt ist schon mal gewarnt, wozu Unachtsamkeit führen kann.

  1. T-Shirt Ärmel nicht falscherum annähen!
  2. einen guten Nahttrenner verwenden, und auf der richtigen Seite auftrennen
  3. den Ärmel nicht in den Halsausschnitt nähen, selbst wenn er diesmal richtigrum ist
  4. beim Schnittmuster für den Kinderärmel die richtige Größe verwenden

Und ja, diese Tipps werden die meisten wohl nur zum Augenrollen bringen, aber genau das ist mir beim großen T-Shirt wirklich passiert. Ich war unachtsam, dann genervt und dadurch noch unachtsamer. Inzwischen amüsiere ich mich darüber was für einen Blödsinn ich da gemacht habe aber in dem Moment war ich nur frustriert. In Zukunft werde ich auf jeden Fall mehr als einmal gucken, ob ich die richtige Seite und den richtigen Ort zum Nähen erwischt habe 😉

Nach all dem Ärger sehen die T-Shirt aber trotzdem sehr gut aus und werden am Wochenende das erste mal partnerschaftlich getragen. Worauf sich hier schon alle freuen.

Weil ich den Stoff so toll finde möchte ich euch auf jeden Fall darauf hinweisen, dass ich den über Meterwerk gefunden habe. Von der selben Seite ist auch der passende graue Bündchenstoff, den ich nur für den Halsausschnitt verwendet habe. Die Ärmel und der untere Saum sind nur umgenäht.

Die T-Shirts selber habe ich ohne Schnittmuster gemacht, da ich kein Freebook gefunden habe in den jeweiligen Größen. Dafür habe ich einfach vorhandene T-Shirts verwendet, von denen ich wusste das sie passeen. Die Ärmel des großen T-Shirts habe ich improvisiert und von den Kinderärmeln hatte ich zum Glück noch eine Vorlage von einem Bodyfreebook, die ich verwenden konnte.

Wie näht ihr? Kauft ihr die Schnittmuster? Ich habe bisher kein Geld dafür ausgegeben, da ich nicht sicher war, ob ich regelmäßig nähen werde. Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft.

Faschingskostüm Schaf

Zu erst einmal: Ich halte nicht viel von Karneval und Co. Fasching ist für mich als Norddeutsche ein Tag an dem sich Kinder verkleiden können/müssen. Je nach Gruppendynamik. Bei uns ist heute dieser Tag, an dem alle Kinder verkleidet in den Kindergarten gehen. Und wie letztes Jahr kann man uns mangelnde Begeisterung bei der Kostümsuche vorwerfen.

Letztes Jahr endete es damit, dass wir ihr weiße Sachen angezogen haben und große schwarze Flecken mit Eding draufgemalt und einen Schwanz angenäht haben. Fertig war unsere Last-Minute-Kuh. Da war sie mit 1,5 Jahren aber auch noch sehr klein. Jetzt mit 2,5 versteht sie auf jeden Fall was eine Verkleidung ist, aber einen Wunsch hatte sie nicht. Nachdem ich in keinem der Läden in der Nähe etwas gefunden hatte, was 1. die passende Größe hatte, 2. nicht schon den ganz kleinen eine Sexiness aufzwingen will die nicht existent ist und 3. keine kulturelle Aneignung enthält fiel es mir nicht leichter als letztes Jahr.

Zu guter letzt landete ich in unserem kleinen Nähladen, der zwar keine Kostüme und auch keine Nähideen für mich hatte, in dem es aber einen weichen, flauschigen und weißen Stoff gab. Also habe ich am Wochenende ohne Schnittmuster und dafür mir viel gutem Willen ein Schäfchenkostüm aus der Fingern und der Nähmaschiene gesogen.

Schafkostüm mit einzelner Kapuze

Das „Kleid“ habe ich mit ungefähren Maßen von einem passenden Pulli plus etwas Rundung und Vergrößerung noch ziemlich schnell und leicht hinbekommmen. Dann habe ich mit Jersey-Knöpfen, die ich noch vom Body übrig hatte den Schwanz befestigt. Der ist also abnehmbar, fals ihr das Kleid gefällt und sie es nochmal anziehen möchte. Der Schwanz ist aus zwei aufeinandergenähten Stoffresten entstanden und hat die Gegenseite des Knopfes abbekommen.

Dann kam die Kapuze dran. Nachdem ich mich damit etwas schwer getan habe fand ich auf Youtube zum Glück eine ganz einfache Kapuzenanleitung ohne Schnittmuster. Die ich nach schnellem Ausmessen am Kleid und Kind gut hinbekommen habe. Diese wird auch wieder über Knöpfe am Kleid befestigt.

Knopfbefestigung Kapuze vorne

Der Menge an Knöpfen und auch meiner Faulheit ist geschuldet, dass es nur vorne und hinten einen gibt, aber die Kapuze hält trotzdem ganz gut. Die Ohren sind aus Stoffresten zugeschnitten und auch mit jeweils einem Knopf an die Kapuze angebracht. Dadurch halten sie oben zusammen und ich musste nicht noch mal an die Nähmaschine.

Alles in allem habe ich nicht so lange gebraucht, wie ich erwartet habe und bin, obwohl ich noch mal die selbe Menge Stoff übrig habe günstiger dabei weggekommen, als wenn ich eines der billiggemachten standard Kostüme gekauft hätte. Dazu gab es noch eine kleine Schafsnase mit Schminke ins Gesicht und fertig war heute Morgen mein kleines Schaf, dass jetzt glücklich im Kindergarten umhertrabt und hoffentlich nicht den ganzen Tag Gras frisst 😉

Schafkostüm fertig
Mein kleines Schaf 🙂

Der erste große Nähtag

Mein erster großer Nähtag mit einigen Erfolgen ist jetzt schon ein wenig her und heute finde ich die Zeit darüber zu schreiben. Ich habe an dem Tag erst eine Hose nach einem Freebook genäht und dann einen Pucksack. Als meine Tochter den Pucksack gesehen hat wollte sie so einen Rock. Ja eine gewisse Ähnlichkeit ist da schon zu erkennen 😉

Also habe ich am Abend als sie im Bett war mich hingesetzt und ohne Schnittmuster versucht einen einfachen Rock zu nähen. Der ist garnicht so schlecht geworden fürs erste mal ohne Anleitung.

Rock mit Ankern und hellem Bündchen

Er ist noch etwas zu groß für sie, da ich noch nicht so ganz sicher bin mit den Berechnungen beim Bündchenstoff, aber so wird sie einfach reinwachsen und kann ihn im Sommer gut tragen.

Dadurch, dass die Hose und der Pucksack trotz leichter unperfektion ziemlich gut und auf jedenfall nutzbar geworden sind habe ich mich ein paar Tage später noch an einen Body gewagt. Wieder aus dem selben Stoff, da ich damals so motiviert war und ihn in Massen gekauft habe. Hier kommen jetzt erstmal die Bilder meiner Näherfolge, auf die ich als Anfängerin wirklich wirklich stolz bin!

Da mich das ganze motiviert, werde ich wohl als nächstes mich an Tshirts versuchen. Ich habe auf Wunsch meiner Tochter schon einen coolen Stoff mit Krokodilen gekauft mit dazu passendem Bündchen. Dann bekommen sie und mein Mann in den nächsten Wochen Krokodil-T-shirts im Partnerlook. Ich bin sehr gespannt wie gut mir das gelingt!

100 Jahre Bücherhallen Hamburg

Das hier soll ein kleines Loblied auf die Hamburger Bücherhallen werden, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum als Stiftung feiern.

Zu diesem Loblied komme ich, weil ich grade wieder posotiv überrascht wurde. Ich bin im Internet über eine Doku gestolpert, die ich mir unbedingt ansehen wollte. Diese war aber weder über Amazon noch über ein anderes Onlineformat zu finden. Also habe ich über die Website der Doku recherchiert und herausgefunden, dass man den Film für 40 Euro direkt bestellen kann. Die Alternative sind einzelne Präsentationen in ausgewählen Kinos alle paar Jahre. So lange wollte ich wirklich nicht warten. Meine letzte Idee war dann die Bücherhalle. Also schnell online im Katalog geguckt aber den Film nicht gefunden. Dafür am Ende der Seite einen Button um einen „Anschaffungsvorschlag machen“ zu können. Dies habe ich getan. Frei nach dem Motto: Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Ich erhielt kurze Zeit später eine Email mit der Information, dass mein Vorschlag in der nächsten Zeit geprüft werden würde und ich die Entscheidung darüber mitgeteilt bekomme.

Nur zwei Tage später kam die nächste Mail, mit der Nachricht, dass der gewünschte Film dem Sortiment in der nächsten Zeit hinzugefügt wird. Und ich freue mich riesig darauf, diese Doku demnächst einfach ausleihen zu können.

Eine Bücherhallenkarte habe ich schon seit ich denken kann. Die hat meine Mama zustätzlich zum Taschengeld bezahlt, was aber zum Glück auch nicht sehr teuer ist. Ich hätte mir ansonsten nie die Menge an Bücher kaufen können, die ich gelesen habe. Nicht mal, wenn es nur welche vom Flohmarkt gewesen wären.

In meinen besten Zeiten hatte ich geschätzt einen Schnitt von einem Buch pro Tag. Meistens Jugendromane, Fantasy, Liebesbücher oder „Problemkids“. Und die Bücherhallenkarte hat mir sehr dabei geholfen meine Sucht nach Büchern zu befriedigen 😉

Deshalb freue ich mich auch riesig, dass der Senat knapp 3 Millionen Euro für die Sanierung und die Erneuerung der Hamburger Bücherhallen zur Verfügung stellt. Hier die Mitteilung der Grünen Hamburg dazu. Jedes Kind und jeder Erwachsene sollte ungeachtet der finanziellen Mittel jeder Zeit Zugang zu Büchern haben. Und zwar zu Wissens- und Lernbüchern ebenso wie zu Liebesromanen und Krimis. Wenn ihr in Hamburg oder Umgebung wohnt findet ihr hier die Seite der Hamburger Bücherhallen, um euch weiter zu informieren.

Lest ihr auch gerne viel? Habt ihr aktuelle Buchtipps? Und wie sind eure Erfahrungen mit Bücherhallen? Oder kauft ihr doch alles über den großen Onlineversandt? 🙂

Ich freue mich von euch zu hören!

Beetplanung

Um den Winter irgendwie zu überbrücken und trotzdem Lust auf Gartenarbeit zu haben, habe ich mich an die Beetplanung gemacht. Da es erst unser drittes Jahr im Schrebergarten ist, und es vorher nur eine Wiese war, haben wir noch nicht so viel an Beet- und Pflanzerfahrung. Im Vorletzten Jahr haben wir eine schöne Kartoffel- und Zucchiniernte gehabt, und letztes Jahr haben wir uns hauptsächlich auf den Bau des Häuschens konzentriert. Dazu werde ich aber noch mal einen einzelnen Artikel schreiben.

Zurück zur Beetplanung. Dieses Jahr wollen wir wirklich in den Gemüseanbau einsteigen. Geplant sind vier Beete, plus das Hochbeet, was wir schon gebaut haben. Unsere Liste mit gewünschten Gemüsesorten ist lang und die Überlegung wie es sortiert werden soll haben mir ein paar Gartenratgeber auch nicht vereinfacht, wenn dann klar wird, dass man auf Stark- und Schwachzehrer achten muss, auf gute oder schlechte Nachbarn, auf Anbauzeiten, mit Vor- oder Nachsaat. Und schon war ich erstmal verwirrt. Zum Glück haben die Ratgeber am Ende eine gute Übersicht über diese Dinge und ich fing an unsere Liste zu sortieren.

Da ich mir dachte, dass ich viele Fehler machen würde und nicht so viel Papier verschwenden wollte, habe ich mir einfach eine Excel-Tabelle angelegt. Diese hänge ich am Ende des Beitrags an, damit ihr vielleicht ein Vorbild habt, wenn ihr auch grade in der selben Situation seid. Da ich auch etwas über Squarefoot Gardenen gelesen hatte habe ich das nun etwas gemischt. Jedes Kästchen bei Excel steht für ein Squarefoot-Quadrat, also ca 30×30 cm. Und ich habe für jeden Monat das Beet kopiert, um auch ja die Fruchtfolge auf dem Plan zu haben. Im Endeffekt werde ich frühestens Mitte des Jahres wissen, ob irgendwas von meiner Planung gut war, und Ende des Jahres, ob es sich wirklich so umsetzen ließ.

Mein Schwachzehrer Beet im März und im Mai

Wie man auf dem Bild sieht, wächst im März noch Rucola dort, wo im Mai verschiedene Bohnen und Erbsen wachsen. die beiden linken Reihen werden zusammen eine Möglichkeit bekommen schön hoch zu ranken. Wie genau die aussehen wird steht noch nicht fest, aber es gibt so viele schöne Möglichkeiten! Ich bin sehr gespannt und werde im Sommer auf jeden Fall viele Fotos hochladen.

Den Grundplan über eine einfache Exceltabelle zu steuern fand ich eine tolle Idee. Hier kommt meine Beetplanunf für das Jahr 2019. Ihr könnt sie gerne, nutzen, anpassen, umwandeln, wie ihr wollt.

Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen. Lasst mir doch sonst eure Tipps und Ideen da, wie ihr Beete plant. Und auch, was bei euch im Anbauplan auf gar keinen Fall fehlen darf!

Bis bald 🙂

Zweite Näharbeit

So… nachdem ich in den letzten wochen viel Zeit mit meinem politischen Engagement verbracht habe, konnte ich heute das erste mal wieder nähen. Da ich durch die Uhrzeit nicht mehr so viel konzentration hatte, wollte ich nichts Neues mehr probieren, und nur mein bisheriges Wissen auffrischen.

Meine Tochter wünscht sich eine Monster-Mütze. Sie steht zur Zeit sehr auf Monster in allen Farben und Formen. Den Stoff dazu hatte ich schon ganz zu Anfang geholt, da mir klar war, dass sie ihn lieben würde. Ich hatte nur kein Schnittmuster in der richtigen größe, da das Buch, mit dem ich lernen will nur die Größen für Erwachsene enthält. Ich habe also die ungefähren Verhältnisse von Kopfmaßen und Schnittmuster berücksichtigt und eines für meine Tochter gefertigt. Die Mütze ist heute Abend noch fertig geworden und mein Mann wünscht sich leider auch noch eine von mir, da er seine in der Bahn verloren hat und sie bisher nicht wieder aufgetaucht ist. Aber scheinbar bekomme ich die Mützen inzwischen ganz gut hin, oder was meint ihr?

Weiße Mütze mit bunten Montern

Rede zur Listenaufstellung

Hier ist meine Rede für euch, die ich zur Listenaufstellung der Grünen im Bezirk Eimsbüttel gehalten habe. Auch wenn ich nicht sehr erfolgreich war, gefällt mir die Rede immer noch sehr gut. Es hat mich zum letztendlich auf Platz 19 verschlagen, der nicht sehr aussichtsreich ist. Sagt mir gerne, ob es an der Rede lag und was ihr davon haltet. Ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht.

„Guten Abend,

Ich bin heute Abend hier, weil ich die Welt verändern möchte.

Und ich glaube, im Großen und Ganzen seid ihr das auch, sonst wären wir wohl nicht bei den Grünen gelandet. Uns alle verbindet die Hoffnung, dass diese, unsere Welt überdauert. Und zwar nicht nur irgendwie, sondern im bestmöglichen Zustand.

Für die meisten von uns wird der erste Ansatz sein, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen. Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Damit es diese Welt in ein paar Jahrzehnten und Jahrhunderten noch gibt, ist jedoch noch viel mehr nötig. Als wäre das nicht schon schwer genug…

Wir müssen mehr zusammenarbeiten. Wir alle.

Im Kleinen, in den Familien, im direkten Umfeld, im Bezirk, ebenso wie im Großen, zwischen Staaten und Gemeinschaften. Und genauso wie es im Kleinen Erfolge geben wird, haben wir im Großen das Friedensprojekt Europa. Wir machen im Mai ja auch Wahlkampf für Grüne in Europa, die im EU-Parlament den Umweltschutz verbessern, weiter für Frieden sorgen und viele andere wichtige Themen für uns voranbringen.

Aber genau das können wir auch!

Hier in Eimsbüttel. In unserem Bezirk!

Wo die grünen schon seit Jahren um jeden Baum, für eine Verkehrswende und für mehr Zusammenhalt kämpfen.

Und natürlich wurde auch hier schon viel bewegt. Aber eine perfekte Welt haben wir leider noch nicht erreicht. Genau daran will ich in Zukunft mit und für euch arbeiten.

Weitere Verbesserungen hier bei uns zu erreichen, um unserem Wunsch nach einer schönen und gesunden Welt ein Stück näher zu kommen.

Für Eimsbüttel geht es mir zum Beispiel darum, mehr Jugendpartizipation zu erreichen. Denn in vielen Fällen haben die Jugendlichen bereits eine klare Meinung. Sie machen sich Sorgen um ihre Welt, ihre Zukunft, das, was wir ihnen hinterlassen. Ich hoffe sehr, dass man das auch am Freitag auf dem Rathausmarkt sieht, beim „Fridays for Future“ Klima-Schülerstreik. (Auch wenn ich natürlich niemandem raten würde, die Schule zu schwänzen.)

Wir haben in Hamburg mit der Wahlberechtigung ab 16 schon einen sehr guten Einstieg. Und trotzdem kann man auch im Bezirk z.B. durch den angestrebten Jugendbeirat noch mehr tun. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Politikverdrossenheit kommen, gegen die wir grade auf allen Ebenen ankämpfen.

Mir ist auch wichtig, dass Kinder in der Stadt lernen, wie Natur, Umwelt und Leben funktioniert. Ich kann nicht erwarten, dass Erwachsene nur Bio kaufen und am besten Vegetarisch oder Vegan leben, wenn sie nie gelernt haben, wo und wie unsere Nahrung produziert wird. Das lernt man nicht gut aus Schulbüchern. Das sollte man durch Anfassen, Ausprobieren und selber Pflanzen lernen!

Ich habe von zu Hause schon mitbekommen, dass es keine lila Kühe gibt. Aber wie viel Zeit und Arbeit in der Menge an Lebensmitteln steckt, die allein täglich weggeworfen werden, weiß ich erst, seit ich einen Schrebergarten habe.

Deshalb bin ich nicht nur dafür Kleingärten zu erhalten, sondern vor allem dafür, Schulgärten einzurichten und Urban Gardening Projekte wie den Stephanus Garten weiterhin zu fördern.

Als dritten und letzten konkreten Punkt, weiß ich als Niendorferin natürlich wie schwer es ist hier im Bezirk und generell in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Hierfür haben die Grünen schon viele tolle Lösungsvorschläge im Wahlprogramm und im letzten Koalitionsvertrag. Was mir dabei jedoch fehlt ist das Mehrgenerationenwohnen.

Wir haben grade mit Niendorf und Schnelsen Stadtteile, die dafür prädestiniert wären.

Ich rede hier nicht von Mehrgenerationenhäusern, die als soziale Zentren oder Treffpunkte fungieren, von denen es bereits einige gibt. Ich rede von der konkreten Wohnform, bei der junge Familien, und ältere, z.B. alleinstehende Menschen zusammenleben können. Dies könnte dazu führen, dass größere Häuser nicht mehr nur von einzelnen Menschen bewohnt werden, und ältere Menschen nicht ausziehen müssten, nur weil nicht mehr alles so klappt wie früher. Ich glaube man könnte gut eine Umsetzung projektweise fördern.

Wie ich zu Beginn bereits sagte, kämpfe ich für eine bessere Welt. Das tue ich jedoch nicht nur für mich, oder meine Familie, sondern auch für alle diejenigen, die es nicht mehr können oder wollen und diejenigen, die es noch nicht können.

Ich möchte nicht, dass Menschen noch kämpfen müssen, nur weil

  • Ihre Finanzen
  • Ihr Aussehen
  • Ihre Herkunft
  • Ihr Geschlecht
  • Ihre körperlichen Voraussetzung
  • Oder ihre Liebe

Dazu führen, dass andere der Meinung sind, sie schlecht behandeln zu können.

Es sollte endlich klar sein, dass es keinen Grund und keine Grundlage gibt andere Menschen zu diskriminieren. 

Es gibt keinen, wirklich keinen einzigen Grund, andere Menschen abzuwerten, oder auszugrenzen. Und doch passiert es auch in unserer offenen und vielfältigen Stadt und in unserem Bezirk viel zu oft.

Ich wünsche mir sehr, dass irgendwann die bereits genannten, oder andere Merkmale, nicht mehr von Belang sind. Für niemanden.

Zum Schluss noch kurz zu mir:

Ich bin Cristina, 24 Jahre, verheiratet, Mutter einer kleinen Tochter und arbeite in der öffentlichen Verwaltung.

Und weil die Ausbildung und der Job wohl die falsche Wahl waren, um die Welt zu verändern bin ich jetzt hier.

Ich möchte in Zukunft meine Energie und mein Herzblut in diese Aufgabe stecken.

Ich hoffe dafür auf eure Unterstützung!

Danke“

Meine Bewerbung zur Bezirksversammlungswahl in Hamburg

Liebe Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler,

wie ihr vielleicht schon auf meinem Twitterprofil gelesen habt, bin ich Mama, Ehefrau, Feministin und Europäerin, wobei die Reihenfolge variabel ist. Konkret möchte ich einfach die Welt verbessern.

Ich bin 24 Jahre alt, geborene Eimsbüttelerin, seit 2,5 Jahren Mutter einer super tollen Tochter und arbeite in der öffentlichen Verwaltung des Kreises Pinneberg.

Durch meine Ausbildung und meine Arbeit bin ich mit der, manchmal recht speziellen, Verwaltungssprache und den teils umständlichen Prozessen vertraut. Das Arbeiten mit Gesetzestexten fällt mir sehr leicht. Dies sollte allerdings für Jede*n leicht verständlich sein. Daher ist eines meiner Anliegen, dass die Behörden sich nicht nur Kundenfreundlichkeit auf die Fahnen schreiben, sondern diese auch in jeder Form umsetzen. In meinen Augen sind unsere bürgerfreundlichen Formulare und Schreiben beispielsweise eindeutig bürgerunfreundlich.

Meine Arbeit im Jugendamt und meine Spezialisierung während der Ausbildung zeigen, dass eines meiner großen Interessen im Jugendhilfebereich liegt. Desweiteren möchte ich engagiert im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Integration, Gleichstellung und Gesundheit mitarbeiten. Feminismus muss für mich queer und intersektional gedacht werden und umfasst damit den Wunsch nach einer absoluten Gleichstellung, ohne, dass Diskriminierte einzeln ihre Kämpfe ausfechten müssen.

Ich habe eingangs erwähnt, dass ich die Welt verbessern möchte. Einer meiner Schritte in diese Richtung ist unser Schrebergarten, der nicht nur uns Erholung und gesundes Gemüse bringt, sondern auch Lebensraum für Bienen, andere Insekten und Kleintiere bieten soll.

Meine Bewerbung wollte ich kurz und knapp halten, auch um vor Ort Papier zu sparen. Dies ist mir hiermit erfolgreich gelungen. Die fehlende Länge meiner politischen Vita mache ich durch große Motivation und Einsatzbereitschaft wett.

Ich hoffe auf eure Stimmen für die Wahlkreisliste Niendorf sowie einen Platz auf der Bezirksliste.

Wenn ihr Fragen habt meldet euch unter mail@cristina-schwarzwald.de bei mir.

Eure Cristina

Ausführlichere Informationen findet ihr unter:

Die angesprochene Vita:

  • seit Oktober 2017 Mitglied bei den Grünen
  • in der Grünen Jugend aktiv
  • Mitarbeit in der LAG Frauen
  • aktuell in der BAG Frauen aktiv
  • mehrfach BDK Delegierte
  • Platz 31. der Europaliste (YouTube-link)
  • Raum für mehr!!


Aufstellung der Europawahlliste der Grünen

Ich habe mich am 11.11.2018 spontan auf der BDK der Grünen in Leipzig auf die Europawahlliste wählen lassen. Dort stehe ich jetzt auf Platz 31. Dies ist kein aussichtsreicher Platz und das war auch nicht der Plan dahinter.

Und obwohl ich nur ein paar Stunden Zeit zwischen der Entscheidung und meiner Bewerbung hatte, habe ich einige meiner Gedanken ganz gut in der Rede untergebracht. Daher möchte ich sie hier für alle die es interessiert verlinken.

https://www.youtube.com/watch?v=TwJi7pBhXlg

Viel Spaß beim Schauen, und sagt mir gerne, was ihr über die genannten Themen denkt.

Erster Nähversuch

graue Mütze mit Gummizug

Kurz vor Weihnachten habe ich meinen ersten Nähversuch seit Ewigkeiten gestartet. (Und damals konnte ich es auch schon nicht 😉 ) Ich wollte euch an meinem DIY Projekt einer Beany Mütze teilhaben lassen. Mit dem Endergebnis bin ich ziemlich zufrieden und das Geschenk ist sehr gut angekommen 😀

Um mit dem Nähen wirklich zu starten habe ich mir aus der Bücherhalle einige Bücher (5 oder 6) zum Thema Nähen ausgeliehen. Zwei davon habe ich durchgelesen und finde eins davon ziemlich gut von den Projekten her. Das hat übrigens auch die Anleitung für die Beany Mütze enthalten. Auch wenn Nähen mit Jersey erst viel später kommen sollte habe ich es als erstes Projekt gewählt. Das Buch heißt „Nähen für absolute Anfänger“ und wird mich hoffentlich weiterbringen.

Aufgeschlagenes Buch, offenes Schnittmuster und Telegrammpapier um das Schnittmuster abzuzeichenen und auszuschneiden

Das erste Problem, das auftauchte war, dass ich kein Pauspapier hatte, um das Schnittmuster zu übertragen. Zum Glück hatte ich noch einen alten Block mit Telegrammpapier, der genauso gut funktionierte, nachdem ich zwei Blätter zusammengeklabt hatte.

Dadurch konnte ich das Schnittmuster abzeichenen, in der Größe von der ich gehofft hatte, dass es die richtige war, und danach ausschneiden. Die nächsten Schritte waren mit Stoff richtig legen und Schnittmuster befestigen zwar relativ leicht, dank langer Stoffbahn aber doch zeitintensiver als gedacht. Auch beim Stoffschneiden hat man gesehen, dass ich Anfängerin bin, da ich trotz Warnungen aus dem Buch nicht mit einer Stoffschere gearbeitet habe. Das werde ich in Zukunft definitiv ändern!

Danach musste ich erstmal eine Weile mit der Nähmaschine kämpfen. Diese habe ich von meiner Oma bekommen, weil sie sie nicht mehr nutzt. Bisher hat allerdings nur mein Mann damit gearbeitet. Faden richtig einlegen, Unterfaden einsetzen und hochziehen und richtige Nadel einsetzen habe ich mit etwas Probieren und ein paar Youtube Videos doch irgendwann geschafft. Dann kam das nächste Problem. Da die Nähmaschine schon alt ist habe ich keine Anleitung dazu gefunden und wusste daher auch nicht, welcher Stich der richtige für Jersey Stoffe ist. Also habe ich den Verschnitt genutzt um etwas rumzuprobieren. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich wohl doch nicht alles richtig gemacht habe und das Einfädeln ging von vorne los…

Aber zum Glück habe ich es irgendwann doch noch geschafft und konnte die Mütze fertig nähen. Da mir das geplante graue Garn ausging habe ich nachher ein gelbes für den Rand genommen, was jetzt wirklich cool aussieht!

Und damit habe ich eine in meinen Augen ganz schön coole Mütze genäht. Dabei bin ich zwar mehrfach fast verzweifelt, aber nie komplett. Und ich werde mich im neuen Jahr, mit mehr Zeit, hoffentlich ans nächste Nähprojekt machen. Aber bis dahin sind auch noch einige politische Aufgaben zu erledigen.

Hier sieht man die Mütze von hinten, da dort ein Hutgummi eingezogen ist, die der Mütze die Beanyform verpasst. Hätte ich den Blog wärend des Nähens geschrieben würde wohl sehr viel mehr Panik und Verzweiflung zwischen den Zeilen stecken, aber jetzt mit etwas Abstand konnte ich es ganz gut zu Papier bringen.

Ich hoffe es hat euch gefallen, und freue mich, wenn ihr mal wieder auf meiner Seite vorbeischaut!