Fortschritt im Garten und auf dem Fensterbrett

Inzwischen ist einige Zeit seit meiner Planung vergangen und ich wollte mal erzählen, wie weit ich in der Umsetzung bin. Auch, um mich selbst etwas in den Hintern zu treten, den Rest dann auch noch zu schaffen.

Das Beet 1 ist inzwischen voll bepflanzt, sogar fast perfekt nach Plan. Mit kleinen ausnahmen, da die Buschbohnen durch eine weitere Reihe Purple Teepee (auch Buschbohnen, aber wie der Rest Bio und Samenfest) ersetzt wurde, und ich die Karottenreihen nur zu ca. einem Drittel bepflanzen konnte, weil dort schon Topinambur wächst. Mal sehen, wie das ins Beet passt, und ob es da noch Probleme mit gibt.

Das zweite Beet (was Beet 3 der Planung werden soll) ist inzwischen angelegt und mit alten Holzbalken umrandet, was sehr schön aussieht. Ich werde im nächsten Garteneintrag auch noch mal ein Foto davon veröffentlichen. Und die Tomaten und Paprika die dort rein sollen bewuchern bei uns schon die Fensterbank.

Chili und Paprika
Tomatensetzlinge auf der Fensterbank

Dadurch, dass der Platz auf den fensterbänken nicht reicht, mussten wir etwas anbauen, was zum Glück sehr leicht und schnell ging. Wir haben jetzt auf halber Höhe im fenster hängend eine zweite Fensterbank um die weiteren Tomatensetzlinge auch noch unterbringen zu können.

Tomaten auf Hängebrett

Wie man sieht ist es ein einfaches Regalbrett, was wir für verschiedene Projekte immer vorrätig haben, das mit vier Schnüren und vier Haken einfach in der Decke befestigt ist. Und die Tomaten freuen sich über viel Licht und viel Sonne 🙂

Weitere Planung für die Zukunft

Die Tomaten sollen spätestens am Wochenende unter einer Frühbeetabdeckung ins besagte Beet und dann werden die weiteren Projekte und Planungen umgesetzt.

Dieses Wochenende soll auch unser selbstgebautes Gartenhaus endlich bezugsfertig werden. Eine genau beschreibung und Fotos werde ich also in den nächsten Wochen auch mal liefern, für alle, die schon immer mal selbst ein Haus bauen wollten.

Krokodil T-Shirts

Inzwischen habe ich auch die Krokodil T-Shirts fertig, auch wenn es diesmal nicht so gut geklappt hat, wie ich vorher dachte. Das Ergebnis sieht zwar ziemlich gut aus, aber die Arbeit die drin steckt ist sehr viel größer, als sie hätte sein müssen.

Deshalb hier die Fehler, die ich gemacht habe und aus denen ich hoffentlich für die Zukunft lernen kann. Und wer grade anfängt ist schon mal gewarnt, wozu Unachtsamkeit führen kann.

  1. T-Shirt Ärmel nicht falscherum annähen!
  2. einen guten Nahttrenner verwenden, und auf der richtigen Seite auftrennen
  3. den Ärmel nicht in den Halsausschnitt nähen, selbst wenn er diesmal richtigrum ist
  4. beim Schnittmuster für den Kinderärmel die richtige Größe verwenden

Und ja, diese Tipps werden die meisten wohl nur zum Augenrollen bringen, aber genau das ist mir beim großen T-Shirt wirklich passiert. Ich war unachtsam, dann genervt und dadurch noch unachtsamer. Inzwischen amüsiere ich mich darüber was für einen Blödsinn ich da gemacht habe aber in dem Moment war ich nur frustriert. In Zukunft werde ich auf jeden Fall mehr als einmal gucken, ob ich die richtige Seite und den richtigen Ort zum Nähen erwischt habe 😉

Nach all dem Ärger sehen die T-Shirt aber trotzdem sehr gut aus und werden am Wochenende das erste mal partnerschaftlich getragen. Worauf sich hier schon alle freuen.

Weil ich den Stoff so toll finde möchte ich euch auf jeden Fall darauf hinweisen, dass ich den über Meterwerk gefunden habe. Von der selben Seite ist auch der passende graue Bündchenstoff, den ich nur für den Halsausschnitt verwendet habe. Die Ärmel und der untere Saum sind nur umgenäht.

Die T-Shirts selber habe ich ohne Schnittmuster gemacht, da ich kein Freebook gefunden habe in den jeweiligen Größen. Dafür habe ich einfach vorhandene T-Shirts verwendet, von denen ich wusste das sie passeen. Die Ärmel des großen T-Shirts habe ich improvisiert und von den Kinderärmeln hatte ich zum Glück noch eine Vorlage von einem Bodyfreebook, die ich verwenden konnte.

Wie näht ihr? Kauft ihr die Schnittmuster? Ich habe bisher kein Geld dafür ausgegeben, da ich nicht sicher war, ob ich regelmäßig nähen werde. Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft.

Faschingskostüm Schaf

Zu erst einmal: Ich halte nicht viel von Karneval und Co. Fasching ist für mich als Norddeutsche ein Tag an dem sich Kinder verkleiden können/müssen. Je nach Gruppendynamik. Bei uns ist heute dieser Tag, an dem alle Kinder verkleidet in den Kindergarten gehen. Und wie letztes Jahr kann man uns mangelnde Begeisterung bei der Kostümsuche vorwerfen.

Letztes Jahr endete es damit, dass wir ihr weiße Sachen angezogen haben und große schwarze Flecken mit Eding draufgemalt und einen Schwanz angenäht haben. Fertig war unsere Last-Minute-Kuh. Da war sie mit 1,5 Jahren aber auch noch sehr klein. Jetzt mit 2,5 versteht sie auf jeden Fall was eine Verkleidung ist, aber einen Wunsch hatte sie nicht. Nachdem ich in keinem der Läden in der Nähe etwas gefunden hatte, was 1. die passende Größe hatte, 2. nicht schon den ganz kleinen eine Sexiness aufzwingen will die nicht existent ist und 3. keine kulturelle Aneignung enthält fiel es mir nicht leichter als letztes Jahr.

Zu guter letzt landete ich in unserem kleinen Nähladen, der zwar keine Kostüme und auch keine Nähideen für mich hatte, in dem es aber einen weichen, flauschigen und weißen Stoff gab. Also habe ich am Wochenende ohne Schnittmuster und dafür mir viel gutem Willen ein Schäfchenkostüm aus der Fingern und der Nähmaschiene gesogen.

Schafkostüm mit einzelner Kapuze

Das „Kleid“ habe ich mit ungefähren Maßen von einem passenden Pulli plus etwas Rundung und Vergrößerung noch ziemlich schnell und leicht hinbekommmen. Dann habe ich mit Jersey-Knöpfen, die ich noch vom Body übrig hatte den Schwanz befestigt. Der ist also abnehmbar, fals ihr das Kleid gefällt und sie es nochmal anziehen möchte. Der Schwanz ist aus zwei aufeinandergenähten Stoffresten entstanden und hat die Gegenseite des Knopfes abbekommen.

Dann kam die Kapuze dran. Nachdem ich mich damit etwas schwer getan habe fand ich auf Youtube zum Glück eine ganz einfache Kapuzenanleitung ohne Schnittmuster. Die ich nach schnellem Ausmessen am Kleid und Kind gut hinbekommen habe. Diese wird auch wieder über Knöpfe am Kleid befestigt.

Knopfbefestigung Kapuze vorne

Der Menge an Knöpfen und auch meiner Faulheit ist geschuldet, dass es nur vorne und hinten einen gibt, aber die Kapuze hält trotzdem ganz gut. Die Ohren sind aus Stoffresten zugeschnitten und auch mit jeweils einem Knopf an die Kapuze angebracht. Dadurch halten sie oben zusammen und ich musste nicht noch mal an die Nähmaschine.

Alles in allem habe ich nicht so lange gebraucht, wie ich erwartet habe und bin, obwohl ich noch mal die selbe Menge Stoff übrig habe günstiger dabei weggekommen, als wenn ich eines der billiggemachten standard Kostüme gekauft hätte. Dazu gab es noch eine kleine Schafsnase mit Schminke ins Gesicht und fertig war heute Morgen mein kleines Schaf, dass jetzt glücklich im Kindergarten umhertrabt und hoffentlich nicht den ganzen Tag Gras frisst 😉

Schafkostüm fertig
Mein kleines Schaf 🙂

Der erste große Nähtag

Mein erster großer Nähtag mit einigen Erfolgen ist jetzt schon ein wenig her und heute finde ich die Zeit darüber zu schreiben. Ich habe an dem Tag erst eine Hose nach einem Freebook genäht und dann einen Pucksack. Als meine Tochter den Pucksack gesehen hat wollte sie so einen Rock. Ja eine gewisse Ähnlichkeit ist da schon zu erkennen 😉

Also habe ich am Abend als sie im Bett war mich hingesetzt und ohne Schnittmuster versucht einen einfachen Rock zu nähen. Der ist garnicht so schlecht geworden fürs erste mal ohne Anleitung.

Rock mit Ankern und hellem Bündchen

Er ist noch etwas zu groß für sie, da ich noch nicht so ganz sicher bin mit den Berechnungen beim Bündchenstoff, aber so wird sie einfach reinwachsen und kann ihn im Sommer gut tragen.

Dadurch, dass die Hose und der Pucksack trotz leichter unperfektion ziemlich gut und auf jedenfall nutzbar geworden sind habe ich mich ein paar Tage später noch an einen Body gewagt. Wieder aus dem selben Stoff, da ich damals so motiviert war und ihn in Massen gekauft habe. Hier kommen jetzt erstmal die Bilder meiner Näherfolge, auf die ich als Anfängerin wirklich wirklich stolz bin!

Da mich das ganze motiviert, werde ich wohl als nächstes mich an Tshirts versuchen. Ich habe auf Wunsch meiner Tochter schon einen coolen Stoff mit Krokodilen gekauft mit dazu passendem Bündchen. Dann bekommen sie und mein Mann in den nächsten Wochen Krokodil-T-shirts im Partnerlook. Ich bin sehr gespannt wie gut mir das gelingt!

Beetplanung

Um den Winter irgendwie zu überbrücken und trotzdem Lust auf Gartenarbeit zu haben, habe ich mich an die Beetplanung gemacht. Da es erst unser drittes Jahr im Schrebergarten ist, und es vorher nur eine Wiese war, haben wir noch nicht so viel an Beet- und Pflanzerfahrung. Im Vorletzten Jahr haben wir eine schöne Kartoffel- und Zucchiniernte gehabt, und letztes Jahr haben wir uns hauptsächlich auf den Bau des Häuschens konzentriert. Dazu werde ich aber noch mal einen einzelnen Artikel schreiben.

Zurück zur Beetplanung. Dieses Jahr wollen wir wirklich in den Gemüseanbau einsteigen. Geplant sind vier Beete, plus das Hochbeet, was wir schon gebaut haben. Unsere Liste mit gewünschten Gemüsesorten ist lang und die Überlegung wie es sortiert werden soll haben mir ein paar Gartenratgeber auch nicht vereinfacht, wenn dann klar wird, dass man auf Stark- und Schwachzehrer achten muss, auf gute oder schlechte Nachbarn, auf Anbauzeiten, mit Vor- oder Nachsaat. Und schon war ich erstmal verwirrt. Zum Glück haben die Ratgeber am Ende eine gute Übersicht über diese Dinge und ich fing an unsere Liste zu sortieren.

Da ich mir dachte, dass ich viele Fehler machen würde und nicht so viel Papier verschwenden wollte, habe ich mir einfach eine Excel-Tabelle angelegt. Diese hänge ich am Ende des Beitrags an, damit ihr vielleicht ein Vorbild habt, wenn ihr auch grade in der selben Situation seid. Da ich auch etwas über Squarefoot Gardenen gelesen hatte habe ich das nun etwas gemischt. Jedes Kästchen bei Excel steht für ein Squarefoot-Quadrat, also ca 30×30 cm. Und ich habe für jeden Monat das Beet kopiert, um auch ja die Fruchtfolge auf dem Plan zu haben. Im Endeffekt werde ich frühestens Mitte des Jahres wissen, ob irgendwas von meiner Planung gut war, und Ende des Jahres, ob es sich wirklich so umsetzen ließ.

Mein Schwachzehrer Beet im März und im Mai

Wie man auf dem Bild sieht, wächst im März noch Rucola dort, wo im Mai verschiedene Bohnen und Erbsen wachsen. die beiden linken Reihen werden zusammen eine Möglichkeit bekommen schön hoch zu ranken. Wie genau die aussehen wird steht noch nicht fest, aber es gibt so viele schöne Möglichkeiten! Ich bin sehr gespannt und werde im Sommer auf jeden Fall viele Fotos hochladen.

Den Grundplan über eine einfache Exceltabelle zu steuern fand ich eine tolle Idee. Hier kommt meine Beetplanunf für das Jahr 2019. Ihr könnt sie gerne, nutzen, anpassen, umwandeln, wie ihr wollt.

Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen. Lasst mir doch sonst eure Tipps und Ideen da, wie ihr Beete plant. Und auch, was bei euch im Anbauplan auf gar keinen Fall fehlen darf!

Bis bald 🙂

Zweite Näharbeit

So… nachdem ich in den letzten wochen viel Zeit mit meinem politischen Engagement verbracht habe, konnte ich heute das erste mal wieder nähen. Da ich durch die Uhrzeit nicht mehr so viel konzentration hatte, wollte ich nichts Neues mehr probieren, und nur mein bisheriges Wissen auffrischen.

Meine Tochter wünscht sich eine Monster-Mütze. Sie steht zur Zeit sehr auf Monster in allen Farben und Formen. Den Stoff dazu hatte ich schon ganz zu Anfang geholt, da mir klar war, dass sie ihn lieben würde. Ich hatte nur kein Schnittmuster in der richtigen größe, da das Buch, mit dem ich lernen will nur die Größen für Erwachsene enthält. Ich habe also die ungefähren Verhältnisse von Kopfmaßen und Schnittmuster berücksichtigt und eines für meine Tochter gefertigt. Die Mütze ist heute Abend noch fertig geworden und mein Mann wünscht sich leider auch noch eine von mir, da er seine in der Bahn verloren hat und sie bisher nicht wieder aufgetaucht ist. Aber scheinbar bekomme ich die Mützen inzwischen ganz gut hin, oder was meint ihr?

Weiße Mütze mit bunten Montern

Erster Nähversuch

graue Mütze mit Gummizug

Kurz vor Weihnachten habe ich meinen ersten Nähversuch seit Ewigkeiten gestartet. (Und damals konnte ich es auch schon nicht 😉 ) Ich wollte euch an meinem DIY Projekt einer Beany Mütze teilhaben lassen. Mit dem Endergebnis bin ich ziemlich zufrieden und das Geschenk ist sehr gut angekommen 😀

Um mit dem Nähen wirklich zu starten habe ich mir aus der Bücherhalle einige Bücher (5 oder 6) zum Thema Nähen ausgeliehen. Zwei davon habe ich durchgelesen und finde eins davon ziemlich gut von den Projekten her. Das hat übrigens auch die Anleitung für die Beany Mütze enthalten. Auch wenn Nähen mit Jersey erst viel später kommen sollte habe ich es als erstes Projekt gewählt. Das Buch heißt „Nähen für absolute Anfänger“ und wird mich hoffentlich weiterbringen.

Aufgeschlagenes Buch, offenes Schnittmuster und Telegrammpapier um das Schnittmuster abzuzeichenen und auszuschneiden

Das erste Problem, das auftauchte war, dass ich kein Pauspapier hatte, um das Schnittmuster zu übertragen. Zum Glück hatte ich noch einen alten Block mit Telegrammpapier, der genauso gut funktionierte, nachdem ich zwei Blätter zusammengeklabt hatte.

Dadurch konnte ich das Schnittmuster abzeichenen, in der Größe von der ich gehofft hatte, dass es die richtige war, und danach ausschneiden. Die nächsten Schritte waren mit Stoff richtig legen und Schnittmuster befestigen zwar relativ leicht, dank langer Stoffbahn aber doch zeitintensiver als gedacht. Auch beim Stoffschneiden hat man gesehen, dass ich Anfängerin bin, da ich trotz Warnungen aus dem Buch nicht mit einer Stoffschere gearbeitet habe. Das werde ich in Zukunft definitiv ändern!

Danach musste ich erstmal eine Weile mit der Nähmaschine kämpfen. Diese habe ich von meiner Oma bekommen, weil sie sie nicht mehr nutzt. Bisher hat allerdings nur mein Mann damit gearbeitet. Faden richtig einlegen, Unterfaden einsetzen und hochziehen und richtige Nadel einsetzen habe ich mit etwas Probieren und ein paar Youtube Videos doch irgendwann geschafft. Dann kam das nächste Problem. Da die Nähmaschine schon alt ist habe ich keine Anleitung dazu gefunden und wusste daher auch nicht, welcher Stich der richtige für Jersey Stoffe ist. Also habe ich den Verschnitt genutzt um etwas rumzuprobieren. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich wohl doch nicht alles richtig gemacht habe und das Einfädeln ging von vorne los…

Aber zum Glück habe ich es irgendwann doch noch geschafft und konnte die Mütze fertig nähen. Da mir das geplante graue Garn ausging habe ich nachher ein gelbes für den Rand genommen, was jetzt wirklich cool aussieht!

Und damit habe ich eine in meinen Augen ganz schön coole Mütze genäht. Dabei bin ich zwar mehrfach fast verzweifelt, aber nie komplett. Und ich werde mich im neuen Jahr, mit mehr Zeit, hoffentlich ans nächste Nähprojekt machen. Aber bis dahin sind auch noch einige politische Aufgaben zu erledigen.

Hier sieht man die Mütze von hinten, da dort ein Hutgummi eingezogen ist, die der Mütze die Beanyform verpasst. Hätte ich den Blog wärend des Nähens geschrieben würde wohl sehr viel mehr Panik und Verzweiflung zwischen den Zeilen stecken, aber jetzt mit etwas Abstand konnte ich es ganz gut zu Papier bringen.

Ich hoffe es hat euch gefallen, und freue mich, wenn ihr mal wieder auf meiner Seite vorbeischaut!