Frauen*kampftag

Heute ist der 8. März und damit der internationale Frauentag. Ein Tag, der für den Kampf um Geschlechtergerechtigkeit und gleiche Chancen steht.

Es gibt so viel, das wir in Deutschland noch nicht erreicht haben. Keine gleichen Rechte, keine gleichen Möglichkeiten und nicht die selbe Sicherheit für alle. Also eine fast unenedliche Menge an Gründen, um heute zum #Frauenstreik zu gehen oder sich irgendwie daran zu beteiligen. Über den privaten Streik zu Hause, auf eine ungleiche Verteilung der Carearbeit aufmerksam zu machen ist genauso wichtig, wie als Arbeitnehmer*in darauf aufemerksam zu machen, dass man natürlich das selbe verdienen sollte, wie der männliche Kollege.

Frauen*streik am 8. März

Und hier noch ein paar Gründe für alle, die noch zögern, oder die Sagen: „Wozu braucht ihr denn heute noch Feminismus?“:

Kurze Liste mit Gründen zum Kämpfen

1.Körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung soll endlich möglich sein

  • dazu gehört, dass jede*r Zugang zu Informationen hat, die ihn/sie betreffen. Also §§ 218 und 219a abschaffen.
  • dass es keine Verpflichtung mehr gibt, ein ärztliches Gutachten erstellen zu lassen, um als Trans* – oder Intergeschlechtlich zu gelten.
  • Kindern, die intergeschlechtlich auf die Welt kommen, darf keine Gewalt im Sinne einer Geschlechtsveränderung angetan werden.
  • schon im Kindergarten sollte Pädagogik nicht geschlechtsspezifisch, sondern nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes erfolgen. Wer dazu mehr lesen will, sollte mal bei „Die Rosa-Hellblau-Falle“ reinschauen.
  • Luxussteuer auf Hygieneartikel muss abgeschafft werden. Die Periode ist definitiv kein Luxus und so sollten auch nicht die Hygieneprodukte dafür besteuert werden.
  • Gewalt in der Geburtshilfe muss gestoppt werden. Dazu gehört, dass es mehr Hebammen gibt, um eine gute und sicher Versorgung zu gewährleisten, aber auch, dass eine normale Geburt sich für ein Krankenhaus lohnt, und es nicht um Profit zu machen Eingriffe forciert.

2. Sexualisierte Gewalt muss beendet werden

  • Femizid, das ist der Mord an Frauen* wegen ihres Geschlechts, muss endlich als existent und strukturell anerkannt und bekämpft werden.
  • Es müssen genug Plätze in Frauenhäusern in jeder Region vorhanden sein. Betroffene brauchen jeder Zeit die Möglichkeit Schutz zu finden.
  • Die weiteren Forderungen zum Schutz von Gewalt an Frauen, die in der Istanbulkonvention genannt werden müssen endlich umgesetzt werden! Sollten dann aber auch für alle anderen Betroffenen gelten und nicht exklusiv für Frauen sein.
  • Es braucht eine weitere Reform des Sexualstrafrechts der djb hat dazu eine sehr klare Stellungnahme verfasst.

3. Gesellschaftliche Benachteiligung soll gebrochen werden

  • unbezahlte Arbeit ist auch Arbeit
  • gleiche Bezahlung für gleiche/ gleichwertige Arbeit
  • Kinderbetreuung muss gefördert werden
  • Hausarbeit, und Carearbeit gehören gerecht aufegteilt
  • Frauen in die Vorstände
  • Parität in den Parlamenten

Diese Aufzählung an Forderungen ist nicht ansatzweise abschließend, aber es sind definitiv genug Gründe, um heute und jeden weiteren Tag im Jahr für mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu kämpfen. Also raus auf die Straße, oder zu Social Media, lasst das Kochen, Putzen und sonstige Arbeit sein und kämpft für eure und unsere Rechte und das nicht nur heute sondern immer.

Wir brauchen Feminismus. Wir brauchen einen Feminismus für alle. Der Frauen und Trans*- und Interpersonen, so wie non-binäre und queers mit einschließt. Wir alle brauchen die Geschlechtergerechtigkeit, die Sicherheit und die Freiheit, für die heute so viel kämpfen.

Ich kämpfe mit. Ich streike, weil gleiche Rechte nur ein erster Schritt sein können, und wir diesen immer noch nicht gemacht haben!

Für weitere Ausführungen schaut auf Twitter unter #8M2019 #Frauentag #IWD2019 #ichstreike und weiteren, so wie auf https://frauenstreik.org/ und folgt Menschen, die für dieses Ziel kämpfen.

100 Jahre Bücherhallen Hamburg

Das hier soll ein kleines Loblied auf die Hamburger Bücherhallen werden, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum als Stiftung feiern.

Zu diesem Loblied komme ich, weil ich grade wieder posotiv überrascht wurde. Ich bin im Internet über eine Doku gestolpert, die ich mir unbedingt ansehen wollte. Diese war aber weder über Amazon noch über ein anderes Onlineformat zu finden. Also habe ich über die Website der Doku recherchiert und herausgefunden, dass man den Film für 40 Euro direkt bestellen kann. Die Alternative sind einzelne Präsentationen in ausgewählen Kinos alle paar Jahre. So lange wollte ich wirklich nicht warten. Meine letzte Idee war dann die Bücherhalle. Also schnell online im Katalog geguckt aber den Film nicht gefunden. Dafür am Ende der Seite einen Button um einen „Anschaffungsvorschlag machen“ zu können. Dies habe ich getan. Frei nach dem Motto: Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Ich erhielt kurze Zeit später eine Email mit der Information, dass mein Vorschlag in der nächsten Zeit geprüft werden würde und ich die Entscheidung darüber mitgeteilt bekomme.

Nur zwei Tage später kam die nächste Mail, mit der Nachricht, dass der gewünschte Film dem Sortiment in der nächsten Zeit hinzugefügt wird. Und ich freue mich riesig darauf, diese Doku demnächst einfach ausleihen zu können.

Eine Bücherhallenkarte habe ich schon seit ich denken kann. Die hat meine Mama zustätzlich zum Taschengeld bezahlt, was aber zum Glück auch nicht sehr teuer ist. Ich hätte mir ansonsten nie die Menge an Bücher kaufen können, die ich gelesen habe. Nicht mal, wenn es nur welche vom Flohmarkt gewesen wären.

In meinen besten Zeiten hatte ich geschätzt einen Schnitt von einem Buch pro Tag. Meistens Jugendromane, Fantasy, Liebesbücher oder „Problemkids“. Und die Bücherhallenkarte hat mir sehr dabei geholfen meine Sucht nach Büchern zu befriedigen 😉

Deshalb freue ich mich auch riesig, dass der Senat knapp 3 Millionen Euro für die Sanierung und die Erneuerung der Hamburger Bücherhallen zur Verfügung stellt. Hier die Mitteilung der Grünen Hamburg dazu. Jedes Kind und jeder Erwachsene sollte ungeachtet der finanziellen Mittel jeder Zeit Zugang zu Büchern haben. Und zwar zu Wissens- und Lernbüchern ebenso wie zu Liebesromanen und Krimis. Wenn ihr in Hamburg oder Umgebung wohnt findet ihr hier die Seite der Hamburger Bücherhallen, um euch weiter zu informieren.

Lest ihr auch gerne viel? Habt ihr aktuelle Buchtipps? Und wie sind eure Erfahrungen mit Bücherhallen? Oder kauft ihr doch alles über den großen Onlineversandt? 🙂

Ich freue mich von euch zu hören!

Rede zur Listenaufstellung

Hier ist meine Rede für euch, die ich zur Listenaufstellung der Grünen im Bezirk Eimsbüttel gehalten habe. Auch wenn ich nicht sehr erfolgreich war, gefällt mir die Rede immer noch sehr gut. Es hat mich zum letztendlich auf Platz 19 verschlagen, der nicht sehr aussichtsreich ist. Sagt mir gerne, ob es an der Rede lag und was ihr davon haltet. Ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht.

„Guten Abend,

Ich bin heute Abend hier, weil ich die Welt verändern möchte.

Und ich glaube, im Großen und Ganzen seid ihr das auch, sonst wären wir wohl nicht bei den Grünen gelandet. Uns alle verbindet die Hoffnung, dass diese, unsere Welt überdauert. Und zwar nicht nur irgendwie, sondern im bestmöglichen Zustand.

Für die meisten von uns wird der erste Ansatz sein, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen. Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Damit es diese Welt in ein paar Jahrzehnten und Jahrhunderten noch gibt, ist jedoch noch viel mehr nötig. Als wäre das nicht schon schwer genug…

Wir müssen mehr zusammenarbeiten. Wir alle.

Im Kleinen, in den Familien, im direkten Umfeld, im Bezirk, ebenso wie im Großen, zwischen Staaten und Gemeinschaften. Und genauso wie es im Kleinen Erfolge geben wird, haben wir im Großen das Friedensprojekt Europa. Wir machen im Mai ja auch Wahlkampf für Grüne in Europa, die im EU-Parlament den Umweltschutz verbessern, weiter für Frieden sorgen und viele andere wichtige Themen für uns voranbringen.

Aber genau das können wir auch!

Hier in Eimsbüttel. In unserem Bezirk!

Wo die grünen schon seit Jahren um jeden Baum, für eine Verkehrswende und für mehr Zusammenhalt kämpfen.

Und natürlich wurde auch hier schon viel bewegt. Aber eine perfekte Welt haben wir leider noch nicht erreicht. Genau daran will ich in Zukunft mit und für euch arbeiten.

Weitere Verbesserungen hier bei uns zu erreichen, um unserem Wunsch nach einer schönen und gesunden Welt ein Stück näher zu kommen.

Für Eimsbüttel geht es mir zum Beispiel darum, mehr Jugendpartizipation zu erreichen. Denn in vielen Fällen haben die Jugendlichen bereits eine klare Meinung. Sie machen sich Sorgen um ihre Welt, ihre Zukunft, das, was wir ihnen hinterlassen. Ich hoffe sehr, dass man das auch am Freitag auf dem Rathausmarkt sieht, beim „Fridays for Future“ Klima-Schülerstreik. (Auch wenn ich natürlich niemandem raten würde, die Schule zu schwänzen.)

Wir haben in Hamburg mit der Wahlberechtigung ab 16 schon einen sehr guten Einstieg. Und trotzdem kann man auch im Bezirk z.B. durch den angestrebten Jugendbeirat noch mehr tun. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Politikverdrossenheit kommen, gegen die wir grade auf allen Ebenen ankämpfen.

Mir ist auch wichtig, dass Kinder in der Stadt lernen, wie Natur, Umwelt und Leben funktioniert. Ich kann nicht erwarten, dass Erwachsene nur Bio kaufen und am besten Vegetarisch oder Vegan leben, wenn sie nie gelernt haben, wo und wie unsere Nahrung produziert wird. Das lernt man nicht gut aus Schulbüchern. Das sollte man durch Anfassen, Ausprobieren und selber Pflanzen lernen!

Ich habe von zu Hause schon mitbekommen, dass es keine lila Kühe gibt. Aber wie viel Zeit und Arbeit in der Menge an Lebensmitteln steckt, die allein täglich weggeworfen werden, weiß ich erst, seit ich einen Schrebergarten habe.

Deshalb bin ich nicht nur dafür Kleingärten zu erhalten, sondern vor allem dafür, Schulgärten einzurichten und Urban Gardening Projekte wie den Stephanus Garten weiterhin zu fördern.

Als dritten und letzten konkreten Punkt, weiß ich als Niendorferin natürlich wie schwer es ist hier im Bezirk und generell in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Hierfür haben die Grünen schon viele tolle Lösungsvorschläge im Wahlprogramm und im letzten Koalitionsvertrag. Was mir dabei jedoch fehlt ist das Mehrgenerationenwohnen.

Wir haben grade mit Niendorf und Schnelsen Stadtteile, die dafür prädestiniert wären.

Ich rede hier nicht von Mehrgenerationenhäusern, die als soziale Zentren oder Treffpunkte fungieren, von denen es bereits einige gibt. Ich rede von der konkreten Wohnform, bei der junge Familien, und ältere, z.B. alleinstehende Menschen zusammenleben können. Dies könnte dazu führen, dass größere Häuser nicht mehr nur von einzelnen Menschen bewohnt werden, und ältere Menschen nicht ausziehen müssten, nur weil nicht mehr alles so klappt wie früher. Ich glaube man könnte gut eine Umsetzung projektweise fördern.

Wie ich zu Beginn bereits sagte, kämpfe ich für eine bessere Welt. Das tue ich jedoch nicht nur für mich, oder meine Familie, sondern auch für alle diejenigen, die es nicht mehr können oder wollen und diejenigen, die es noch nicht können.

Ich möchte nicht, dass Menschen noch kämpfen müssen, nur weil

  • Ihre Finanzen
  • Ihr Aussehen
  • Ihre Herkunft
  • Ihr Geschlecht
  • Ihre körperlichen Voraussetzung
  • Oder ihre Liebe

Dazu führen, dass andere der Meinung sind, sie schlecht behandeln zu können.

Es sollte endlich klar sein, dass es keinen Grund und keine Grundlage gibt andere Menschen zu diskriminieren. 

Es gibt keinen, wirklich keinen einzigen Grund, andere Menschen abzuwerten, oder auszugrenzen. Und doch passiert es auch in unserer offenen und vielfältigen Stadt und in unserem Bezirk viel zu oft.

Ich wünsche mir sehr, dass irgendwann die bereits genannten, oder andere Merkmale, nicht mehr von Belang sind. Für niemanden.

Zum Schluss noch kurz zu mir:

Ich bin Cristina, 24 Jahre, verheiratet, Mutter einer kleinen Tochter und arbeite in der öffentlichen Verwaltung.

Und weil die Ausbildung und der Job wohl die falsche Wahl waren, um die Welt zu verändern bin ich jetzt hier.

Ich möchte in Zukunft meine Energie und mein Herzblut in diese Aufgabe stecken.

Ich hoffe dafür auf eure Unterstützung!

Danke“

Meine Bewerbung zur Bezirksversammlungswahl in Hamburg

Liebe Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler,

wie ihr vielleicht schon auf meinem Twitterprofil gelesen habt, bin ich Mama, Ehefrau, Feministin und Europäerin, wobei die Reihenfolge variabel ist. Konkret möchte ich einfach die Welt verbessern.

Ich bin 24 Jahre alt, geborene Eimsbüttelerin, seit 2,5 Jahren Mutter einer super tollen Tochter und arbeite in der öffentlichen Verwaltung des Kreises Pinneberg.

Durch meine Ausbildung und meine Arbeit bin ich mit der, manchmal recht speziellen, Verwaltungssprache und den teils umständlichen Prozessen vertraut. Das Arbeiten mit Gesetzestexten fällt mir sehr leicht. Dies sollte allerdings für Jede*n leicht verständlich sein. Daher ist eines meiner Anliegen, dass die Behörden sich nicht nur Kundenfreundlichkeit auf die Fahnen schreiben, sondern diese auch in jeder Form umsetzen. In meinen Augen sind unsere bürgerfreundlichen Formulare und Schreiben beispielsweise eindeutig bürgerunfreundlich.

Meine Arbeit im Jugendamt und meine Spezialisierung während der Ausbildung zeigen, dass eines meiner großen Interessen im Jugendhilfebereich liegt. Desweiteren möchte ich engagiert im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Integration, Gleichstellung und Gesundheit mitarbeiten. Feminismus muss für mich queer und intersektional gedacht werden und umfasst damit den Wunsch nach einer absoluten Gleichstellung, ohne, dass Diskriminierte einzeln ihre Kämpfe ausfechten müssen.

Ich habe eingangs erwähnt, dass ich die Welt verbessern möchte. Einer meiner Schritte in diese Richtung ist unser Schrebergarten, der nicht nur uns Erholung und gesundes Gemüse bringt, sondern auch Lebensraum für Bienen, andere Insekten und Kleintiere bieten soll.

Meine Bewerbung wollte ich kurz und knapp halten, auch um vor Ort Papier zu sparen. Dies ist mir hiermit erfolgreich gelungen. Die fehlende Länge meiner politischen Vita mache ich durch große Motivation und Einsatzbereitschaft wett.

Ich hoffe auf eure Stimmen für die Wahlkreisliste Niendorf sowie einen Platz auf der Bezirksliste.

Wenn ihr Fragen habt meldet euch unter mail@cristina-schwarzwald.de bei mir.

Eure Cristina

Ausführlichere Informationen findet ihr unter:

Die angesprochene Vita:

  • seit Oktober 2017 Mitglied bei den Grünen
  • in der Grünen Jugend aktiv
  • Mitarbeit in der LAG Frauen
  • aktuell in der BAG Frauen aktiv
  • mehrfach BDK Delegierte
  • Platz 31. der Europaliste (YouTube-link)
  • Raum für mehr!!


Aufstellung der Europawahlliste der Grünen

Ich habe mich am 11.11.2018 spontan auf der BDK der Grünen in Leipzig auf die Europawahlliste wählen lassen. Dort stehe ich jetzt auf Platz 31. Dies ist kein aussichtsreicher Platz und das war auch nicht der Plan dahinter.

Und obwohl ich nur ein paar Stunden Zeit zwischen der Entscheidung und meiner Bewerbung hatte, habe ich einige meiner Gedanken ganz gut in der Rede untergebracht. Daher möchte ich sie hier für alle die es interessiert verlinken.

https://www.youtube.com/watch?v=TwJi7pBhXlg

Viel Spaß beim Schauen, und sagt mir gerne, was ihr über die genannten Themen denkt.