Folgeschwangerschaft – neues Glück?

Wir wussten relativ schnell nach der Geburt von Linus, dass wir es noch mal versuchen würden. Wir wollten es wagen und auf ein neues Glück hoffen. Nachdem ich also körperlich wieder fit war haben wir uns an eine Folgeschwangerschaft gemacht. Nur ein paar Monate später hielt ich erneut einen positiven Test in der Hand!

der positive Test
positiver Test! 🙂

Da wir darauf gewartet hatten habe ich mich riesig gefreut. Aber das hielt leider nicht lange an. Relativ schnel kam dieAngst dazu und die Überlegung, wem wir es diesesmal denn überhaupt früh sagen würden. Die Entscheidung war einfach: so ziemlich niemandem.

Das hat die Angst und den innneren Abstand zur Freude und zum Kind allerdings nicht verringert. Ich hatte mich viel mit dem Thema Folgeschwangerschaft und Regenbogenbaby beschäftigt und sogar ein Buch gefunden, was ich allen Menschen, die sich an ein Folgewunder wagen, oder es überlegen, ans Herz legen möchte.

Meine Folgeschwangerschaft von Heike Wolter. Mir hat es sehr geholfen, da es verschiedenste Erlebnisse betroffener schildert und auch die Trauer und Möglichkeiten einordnet. Auf Amazon gibt es verschiedenste bewertungen dazu. Diese kannte ich vorher nicht, da ich das Buch lieber lokal beim Händler bestellt habe. Ich habe jetzt jedoch Amazon verlinkt, um euch die Möglichkeit zu geben die Rezensionen zu lesen. Einige sprechen davon, dass Ihnen das Buch eher Sorgen bereitet als genommen hat.

Das ist bei mir nicht der Fall, da es mich an den Punkt gebracht hat, an dem ich wusste, dass ich es eh nicht in der Hand habe. Wer überlegt es zu kaufen sollte vielleicht ein paar der Bewertungen lesen, ich möchte nämlich niemanden weiter ängstigen, der in dieser eh schon schwierigen Situation ist.

Für mich bedeutete die Schwangerschaft ab der Feststellung häufige besuche beim Arzt (alle 2 Wochen) und viele Untersuchungen. Obwohl bei Linus Tod schon alles getestet wurde, was man sich nur vorstellen kann, wollte man diesmal nichts übersehen.

Unser Kind bekam, wie beide vorher auch einen „Arbeitstitel“. Der stand auf Grund der Folgeschwangerschaft schnell fest. Es sollte unser Senfkorn sein. Mit dem Gedanken an das Lied, das ich noch aus der Konfi-Zeit im Kopf hatte „Kleines Senfkorn Hoffnung„.

Ich habe den Liedtext rausgesucht und fand dass dieser Name perfekt passte. Meinen Mann musste ich nicht lange überreden und so hatten wir ein kleines Geheimnis mit wunderschönem Namen. Jede Menge Angst, Sorgen und Aufgeregtheit.

Leider nur für kurze Zeit

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