Rede zur Listenaufstellung

Hier ist meine Rede für euch, die ich zur Listenaufstellung der Grünen im Bezirk Eimsbüttel gehalten habe. Auch wenn ich nicht sehr erfolgreich war, gefällt mir die Rede immer noch sehr gut. Es hat mich zum letztendlich auf Platz 19 verschlagen, der nicht sehr aussichtsreich ist. Sagt mir gerne, ob es an der Rede lag und was ihr davon haltet. Ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht.

„Guten Abend,

Ich bin heute Abend hier, weil ich die Welt verändern möchte.

Und ich glaube, im Großen und Ganzen seid ihr das auch, sonst wären wir wohl nicht bei den Grünen gelandet. Uns alle verbindet die Hoffnung, dass diese, unsere Welt überdauert. Und zwar nicht nur irgendwie, sondern im bestmöglichen Zustand.

Für die meisten von uns wird der erste Ansatz sein, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen. Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Damit es diese Welt in ein paar Jahrzehnten und Jahrhunderten noch gibt, ist jedoch noch viel mehr nötig. Als wäre das nicht schon schwer genug…

Wir müssen mehr zusammenarbeiten. Wir alle.

Im Kleinen, in den Familien, im direkten Umfeld, im Bezirk, ebenso wie im Großen, zwischen Staaten und Gemeinschaften. Und genauso wie es im Kleinen Erfolge geben wird, haben wir im Großen das Friedensprojekt Europa. Wir machen im Mai ja auch Wahlkampf für Grüne in Europa, die im EU-Parlament den Umweltschutz verbessern, weiter für Frieden sorgen und viele andere wichtige Themen für uns voranbringen.

Aber genau das können wir auch!

Hier in Eimsbüttel. In unserem Bezirk!

Wo die grünen schon seit Jahren um jeden Baum, für eine Verkehrswende und für mehr Zusammenhalt kämpfen.

Und natürlich wurde auch hier schon viel bewegt. Aber eine perfekte Welt haben wir leider noch nicht erreicht. Genau daran will ich in Zukunft mit und für euch arbeiten.

Weitere Verbesserungen hier bei uns zu erreichen, um unserem Wunsch nach einer schönen und gesunden Welt ein Stück näher zu kommen.

Für Eimsbüttel geht es mir zum Beispiel darum, mehr Jugendpartizipation zu erreichen. Denn in vielen Fällen haben die Jugendlichen bereits eine klare Meinung. Sie machen sich Sorgen um ihre Welt, ihre Zukunft, das, was wir ihnen hinterlassen. Ich hoffe sehr, dass man das auch am Freitag auf dem Rathausmarkt sieht, beim „Fridays for Future“ Klima-Schülerstreik. (Auch wenn ich natürlich niemandem raten würde, die Schule zu schwänzen.)

Wir haben in Hamburg mit der Wahlberechtigung ab 16 schon einen sehr guten Einstieg. Und trotzdem kann man auch im Bezirk z.B. durch den angestrebten Jugendbeirat noch mehr tun. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Politikverdrossenheit kommen, gegen die wir grade auf allen Ebenen ankämpfen.

Mir ist auch wichtig, dass Kinder in der Stadt lernen, wie Natur, Umwelt und Leben funktioniert. Ich kann nicht erwarten, dass Erwachsene nur Bio kaufen und am besten Vegetarisch oder Vegan leben, wenn sie nie gelernt haben, wo und wie unsere Nahrung produziert wird. Das lernt man nicht gut aus Schulbüchern. Das sollte man durch Anfassen, Ausprobieren und selber Pflanzen lernen!

Ich habe von zu Hause schon mitbekommen, dass es keine lila Kühe gibt. Aber wie viel Zeit und Arbeit in der Menge an Lebensmitteln steckt, die allein täglich weggeworfen werden, weiß ich erst, seit ich einen Schrebergarten habe.

Deshalb bin ich nicht nur dafür Kleingärten zu erhalten, sondern vor allem dafür, Schulgärten einzurichten und Urban Gardening Projekte wie den Stephanus Garten weiterhin zu fördern.

Als dritten und letzten konkreten Punkt, weiß ich als Niendorferin natürlich wie schwer es ist hier im Bezirk und generell in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Hierfür haben die Grünen schon viele tolle Lösungsvorschläge im Wahlprogramm und im letzten Koalitionsvertrag. Was mir dabei jedoch fehlt ist das Mehrgenerationenwohnen.

Wir haben grade mit Niendorf und Schnelsen Stadtteile, die dafür prädestiniert wären.

Ich rede hier nicht von Mehrgenerationenhäusern, die als soziale Zentren oder Treffpunkte fungieren, von denen es bereits einige gibt. Ich rede von der konkreten Wohnform, bei der junge Familien, und ältere, z.B. alleinstehende Menschen zusammenleben können. Dies könnte dazu führen, dass größere Häuser nicht mehr nur von einzelnen Menschen bewohnt werden, und ältere Menschen nicht ausziehen müssten, nur weil nicht mehr alles so klappt wie früher. Ich glaube man könnte gut eine Umsetzung projektweise fördern.

Wie ich zu Beginn bereits sagte, kämpfe ich für eine bessere Welt. Das tue ich jedoch nicht nur für mich, oder meine Familie, sondern auch für alle diejenigen, die es nicht mehr können oder wollen und diejenigen, die es noch nicht können.

Ich möchte nicht, dass Menschen noch kämpfen müssen, nur weil

  • Ihre Finanzen
  • Ihr Aussehen
  • Ihre Herkunft
  • Ihr Geschlecht
  • Ihre körperlichen Voraussetzung
  • Oder ihre Liebe

Dazu führen, dass andere der Meinung sind, sie schlecht behandeln zu können.

Es sollte endlich klar sein, dass es keinen Grund und keine Grundlage gibt andere Menschen zu diskriminieren. 

Es gibt keinen, wirklich keinen einzigen Grund, andere Menschen abzuwerten, oder auszugrenzen. Und doch passiert es auch in unserer offenen und vielfältigen Stadt und in unserem Bezirk viel zu oft.

Ich wünsche mir sehr, dass irgendwann die bereits genannten, oder andere Merkmale, nicht mehr von Belang sind. Für niemanden.

Zum Schluss noch kurz zu mir:

Ich bin Cristina, 24 Jahre, verheiratet, Mutter einer kleinen Tochter und arbeite in der öffentlichen Verwaltung.

Und weil die Ausbildung und der Job wohl die falsche Wahl waren, um die Welt zu verändern bin ich jetzt hier.

Ich möchte in Zukunft meine Energie und mein Herzblut in diese Aufgabe stecken.

Ich hoffe dafür auf eure Unterstützung!

Danke“

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