Zweite Näharbeit

So… nachdem ich in den letzten wochen viel Zeit mit meinem politischen Engagement verbracht habe, konnte ich heute das erste mal wieder nähen. Da ich durch die Uhrzeit nicht mehr so viel konzentration hatte, wollte ich nichts Neues mehr probieren, und nur mein bisheriges Wissen auffrischen.

Meine Tochter wünscht sich eine Monster-Mütze. Sie steht zur Zeit sehr auf Monster in allen Farben und Formen. Den Stoff dazu hatte ich schon ganz zu Anfang geholt, da mir klar war, dass sie ihn lieben würde. Ich hatte nur kein Schnittmuster in der richtigen größe, da das Buch, mit dem ich lernen will nur die Größen für Erwachsene enthält. Ich habe also die ungefähren Verhältnisse von Kopfmaßen und Schnittmuster berücksichtigt und eines für meine Tochter gefertigt. Die Mütze ist heute Abend noch fertig geworden und mein Mann wünscht sich leider auch noch eine von mir, da er seine in der Bahn verloren hat und sie bisher nicht wieder aufgetaucht ist. Aber scheinbar bekomme ich die Mützen inzwischen ganz gut hin, oder was meint ihr?

Weiße Mütze mit bunten Montern

Erster Nähversuch

graue Mütze mit Gummizug

Kurz vor Weihnachten habe ich meinen ersten Nähversuch seit Ewigkeiten gestartet. (Und damals konnte ich es auch schon nicht 😉 ) Ich wollte euch an meinem DIY Projekt einer Beany Mütze teilhaben lassen. Mit dem Endergebnis bin ich ziemlich zufrieden und das Geschenk ist sehr gut angekommen 😀

Um mit dem Nähen wirklich zu starten habe ich mir aus der Bücherhalle einige Bücher (5 oder 6) zum Thema Nähen ausgeliehen. Zwei davon habe ich durchgelesen und finde eins davon ziemlich gut von den Projekten her. Das hat übrigens auch die Anleitung für die Beany Mütze enthalten. Auch wenn Nähen mit Jersey erst viel später kommen sollte habe ich es als erstes Projekt gewählt. Das Buch heißt „Nähen für absolute Anfänger“ und wird mich hoffentlich weiterbringen.

Aufgeschlagenes Buch, offenes Schnittmuster und Telegrammpapier um das Schnittmuster abzuzeichenen und auszuschneiden

Das erste Problem, das auftauchte war, dass ich kein Pauspapier hatte, um das Schnittmuster zu übertragen. Zum Glück hatte ich noch einen alten Block mit Telegrammpapier, der genauso gut funktionierte, nachdem ich zwei Blätter zusammengeklabt hatte.

Dadurch konnte ich das Schnittmuster abzeichenen, in der Größe von der ich gehofft hatte, dass es die richtige war, und danach ausschneiden. Die nächsten Schritte waren mit Stoff richtig legen und Schnittmuster befestigen zwar relativ leicht, dank langer Stoffbahn aber doch zeitintensiver als gedacht. Auch beim Stoffschneiden hat man gesehen, dass ich Anfängerin bin, da ich trotz Warnungen aus dem Buch nicht mit einer Stoffschere gearbeitet habe. Das werde ich in Zukunft definitiv ändern!

Danach musste ich erstmal eine Weile mit der Nähmaschine kämpfen. Diese habe ich von meiner Oma bekommen, weil sie sie nicht mehr nutzt. Bisher hat allerdings nur mein Mann damit gearbeitet. Faden richtig einlegen, Unterfaden einsetzen und hochziehen und richtige Nadel einsetzen habe ich mit etwas Probieren und ein paar Youtube Videos doch irgendwann geschafft. Dann kam das nächste Problem. Da die Nähmaschine schon alt ist habe ich keine Anleitung dazu gefunden und wusste daher auch nicht, welcher Stich der richtige für Jersey Stoffe ist. Also habe ich den Verschnitt genutzt um etwas rumzuprobieren. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich wohl doch nicht alles richtig gemacht habe und das Einfädeln ging von vorne los…

Aber zum Glück habe ich es irgendwann doch noch geschafft und konnte die Mütze fertig nähen. Da mir das geplante graue Garn ausging habe ich nachher ein gelbes für den Rand genommen, was jetzt wirklich cool aussieht!

Und damit habe ich eine in meinen Augen ganz schön coole Mütze genäht. Dabei bin ich zwar mehrfach fast verzweifelt, aber nie komplett. Und ich werde mich im neuen Jahr, mit mehr Zeit, hoffentlich ans nächste Nähprojekt machen. Aber bis dahin sind auch noch einige politische Aufgaben zu erledigen.

Hier sieht man die Mütze von hinten, da dort ein Hutgummi eingezogen ist, die der Mütze die Beanyform verpasst. Hätte ich den Blog wärend des Nähens geschrieben würde wohl sehr viel mehr Panik und Verzweiflung zwischen den Zeilen stecken, aber jetzt mit etwas Abstand konnte ich es ganz gut zu Papier bringen.

Ich hoffe es hat euch gefallen, und freue mich, wenn ihr mal wieder auf meiner Seite vorbeischaut!